Dein Handy spricht mit einem streichholzschachtelgroßen Funkmodul. Das Modul spricht mit allen anderen Modulen in Reichweite, und die reichen deine Nachricht weiter, bis sie ankommt. Keine SIM-Karte, kein Mobilfunknetz, kein Anbieter, keine monatliche Rechnung — nur quelloffene Firmware und lizenzfreier Funk.
Der Platzhirsch: quelloffene Firmware für kleine LoRa-Funkmodule, Apps für Android und iOS, große Community und jahrelange Praxiserfahrung. Board flashen, per Bluetooth koppeln, fertig — du bist im Mesh.
Der jüngere Herausforderer: ein anderer Ansatz beim Routing, gebaut um bewusst gesetzte Repeater-Rollen statt jede Nachricht durchs ganze Netz zu fluten. Spannend, wenn ein Mesh groß wird oder die Knoten viel zu tun bekommen.
Beide laufen auf den üblichen ESP32- und nRF52-LoRa-Boards. Dem Gehäuse, der Antennenhalterung und dem Akkufach ist es also herzlich egal, für welche Firmware du dich entschieden hast.
Du tippst in der App, das Handy übergibt die Nachricht per Bluetooth an deinen Knoten. Das Handy selbst braucht dafür kein Internet.
Der Knoten sendet auf dem lizenzfreien 868-MHz-Band. LoRa tauscht Tempo gegen Reichweite: viel zu langsam für Bilder, völlig ausreichend für Text über weite Strecken.
Jeder Knoten in Reichweite gibt weiter, was er hört. So läuft eine Nachricht über Knoten, die weder dir noch dem Empfänger gehören. Ein einziger gut platzierter Solarknoten auf einem Hügel versorgt ein ganzes Tal.
Nachrichten sind für den Kanalschlüssel verschlüsselt, den du mit deiner Gruppe teilst. Fremde Knoten leiten die Pakete bereitwillig weiter, ohne sie lesen zu können.
Passgenaue Gehäuse für die gängigen LoRa-Boards: Taster und USB-C erreichbar, Display sichtbar, Antenne da, wo sie hingehört.
Wetterfeste Gehäuse für Repeater-Knoten, die draußen leben: Platz für Akku und kleines Solarpanel, Halterungen für Mast, Wand oder Zaun.
Kompakte Aufbauten für Wanderung, Festival und Veranstaltung — Gehäuse, Halterung, Schlaufe, dazu die Teileliste, damit du die Elektronik selbst besorgen kannst.
Noch nicht. Diese Seite ist gerade das Projekt, nicht das Produkt: Die Druckteile werden entworfen und getestet, und nichts wandert in den Shop, bevor wir es nicht selbst draußen im Einsatz hatten. Wenn du ein bestimmtes Board abgedeckt haben willst, schreib uns — so entscheiden wir, was zuerst gedruckt wird.
Nein. Meshtastic und MeshCore nutzen das lizenzfreie ISM-Band — in Europa 868 MHz — also denselben Bereich, in dem auch deine Wetterstation und dein Garagentoröffner funken. Mit Standard-Hardware und Standard-Antenne bleibst du im Rahmen.
Ehrliche Antwort: Das hängt komplett vom Gelände ab. Durch dichte Stadt ein paar hundert Meter pro Sprung. Mit freier Sicht vom Hügel oder Dach viele Kilometer. Mesh-Netze stehen und fallen damit, wo die Knoten hängen — nicht damit, was sie gekostet haben.
Derselbe Reflex: Infrastruktur, die du selbst betreibst und die dir niemand abschalten kann. Ein Mesh hält eine Gruppe gesprächsfähig, wenn das Netz überlastet, zensiert oder schlicht weg ist — sehr praktisch, wenn man es hat, bevor man es braucht.
Sag uns, welches Board du nutzt und was es aushalten soll — Regen, Dach, Rucksack — dann rutscht es auf der Liste nach oben. E-Mails beantworten wir innerhalb eines Tages.